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Die Lunge nach TCM

Herausgegeben von Daisy Sarah Kho in TCM · 16/4/2020 10:09:06
Tags: TCMLungeGesundheit

Die Lunge nach TCM


Schnellüberblick:
Die Lunge mit ihrem Partnerorgan, dem Dickdarm, steht im Metall Element. Sie selbst ist dabei das Speicherorgan. Die Farbe ist weiß, die dazugehörende Jahreszeit ist Herbst. Die Gefühlsregung ist die Trauer (mit ihrem Gegenspieler Freude). Die Lunge äußert sich in der Haut (und Körperhaare) und beherrscht die Nase. Die Organ Hochzeit ist von 3-5Uhr.
Grundsätzlich hat dieses Organsystem mit Auf/Annehmen und Loslassen ganz viel zu tun, darauf komme ich später noch zurück.

Das Metall
Im Zyklus der Wandlungsphasen ist das Element Erde die "Tochter" des Metalls und gleichzeitig ist es die "Mutter" des Wasser Elements. Das heißt wenn es Probleme im Erd- oder im Wasser Element gibt kann sich das auch negativ auf das Metall Element auswirken (umgekehrt auch). Die Lunge neigt gerne zu Schwäche oder Mangelzuständen.

Sehen wir uns einmal Metall genauer an:

Wie ist es beschaffen? Metall lässt sich schmelzen und in jede beliebeige Form gießen, wenn es erstarrt wird es hart und fest. Es symbolisiert die Fähigkeit der Veränderung und gleichzeitig auch Stabilität in unserem Leben. Wenn es aber nur starr bleibt, bleiben auch wir starr und unbeweglich. Wenn es beweglich ist muss es heiß sein, ist es fest so ist es kühl.
Vielleicht fällt es dir schon auf - es besteht eine gewisse Dualität im Metall Element.
Metall hat eine glatte Oberfläche und kann dementsprechend auch spiegeln - heißt wir können uns selbst darin spiegeln, wir gehen nach innen und reflektieren uns selbst dabei.

Die Organhochzeit der Lunge ist ja um 3-5 Uhr - nicht umsonst stehen viele Mönche um diese Zeit auf um zu Meditieren!
Wenn man um diese Zeit gerne aufwacht und dann nicht mehr einschlafen kann liegt es auch daran, dass sich unsere Gedanken zu kreisen anfangen - wir reflektieren.



Die Lunge
Die Lunge ist natürlich für die Atmung zuständig (Einatmen - Ausatmen - Atempause). Atmen = Lebensenergie. Sie nimmt diese Qi Energie auf verteilt und führt es in den Körper hinab und lässt wieder los.
Ein - Ausatmung = Aufnahme/Abgabe = An -Entpannung. Wenn die Lunge lange stagniert/starr bleibt tut man sich als Mensch sehr schwer mit Veränderungen. Etwas Neues anzunehmen fällt uns immer schwerer. Wir sind dann schnell kritisch allem gegenüber und Zweifel macht sich breit. Wir werden auch schneller wütend.
Was sich natürlich sehr positiv auf die Atmung auswirkt sind Atemübungen. Im Qigong und Yoga sowie beim Meditieren gibt es so viele Möglichkeiten dafür. Autogenes Training oder auch Malen sind ebenso positiv (Picasso war übrigens ein Typischer "Lungentyp").


Trauer
Die Emotion der Lunge ist Trauer. Sie ist grundsätzlich nichts schlechtes (keine Emotion ist "schlecht")! Der Prozess des Trauerns soll uns in die Lage versetzen, dass wir uns Verabschieden können, eine Veränderung willkommen heißen, etwas loszulassen. Wenn wir sie annehmen können sehen wir dass alles fließt, alles darf kommen und auch wieder gehen.
Negativ äußert sich Trauer nur dann wenn wir eisern daran festhalten. Dann bleibt nämlich alles stehen - wenn alles still bleibt verlieren wir unsere eigene Lebensenergie, wir sterben.
Wer hat schon nicht einmal folgendes gehört: Menschen verbringen ein ganzes Leben miteinander, einer davon wird krank und stirbt, dem anderen geht es eigentlich gesundheitlich sehr gut, stirbt aber "plötzlich" kurz darauf ebenso...
Jede Trauer braucht ihre Zeit - nicht jeder Mensch ist gleich!
Eine persönliche Geschichte dazu: Wir hatten einen Dackel als Hund, der den ganzen Tag eigentlich immer bei meiner Großmutter war. Ihm fehlte rein gar nichts, er war Topfit. Als meine Großmutter starb, begann unser Hund komisch zu röcheln. Binnen 2 Wochen verstarb er - die Diagnose der Tierärztin war Lungenversagen. Nicht nur Menschen können so reagieren, auch Tiere sind uns in dieser Hinsicht sehr ähnlich.

"Freude bezwingt die Trauer" (Suwen). Freude ist die Energie des Herzens, ist voller Wärme und hilft uns aus dieser Enge/Erstarrung/Kälte des Trauerns wieder heraus zu kommen.

Die Haut
Du kennst sicher die Aussage eine "dünne Haut" zu haben - Lungentypen neigen gerne dazu. Sie bemerken als erstes
wenn es irgenwo zieht. Die Lunge ist auch sehr empfindlich gegenüber Kälte. Lungentypen sind anfälliger für Allergien (Pollen, Umwelt). Ein allergisches Asthma z.B. rührt häufig von einem geschwächten Abwehr-Qi der Lunge und Niere.

Allergien im allgemeinen merkt man durch gereizte Sinus/Nasengänge und Hautausschlägen (z.B. Neurodermitis -Bezug auf Lunge und Dickdarm). Erkrankungen im Lungenbereich wie (chronische) Bronchitis, häufiger trockener Husten, Sinusitis sind auch typisch, sowie dünnes Haar.
Im Gegensatz zur "Elefantenhaut" - das sind dann diejenigen die nichts zulassen können und sich oft auch wie Elefanten im Porzellanladen bewegen.
Die Haut ist auch dieVerbindung zwischen unserer Innen - und Außenwelt und ist auch ein Spiegel unserer Seele für jeden sichtbar. Menschen mit einer Lungenschwäche haben häufig eine blasse sehr trockene Haut.
Wenn wir älter werden oder gar sterben bekommen wir eine blasse, bleiche Hautfarbe. Ein trockener Knochen wird z.B. auch immer blasser und porös.
Übrigens die Farbe Weiß gilt als die Farbe der Reinheit - viele die einen Heilberuf ausüben tragen weiße Berufskleidung.


Die Nase
Die Lunge öffnet sich über die Nase. Diese kann weitaus mehr als nur Luft aufnehmen. Mit den Nerven in der Nase haben wir eine der kürzesten Wege genau in unser Gehirn. Da wir auch mit der Nase riechen, gelangen Duftstoffe extrem schnell in unser Gehirn - direkt in unseren Emotionsbereich und Lanzeitgedächtnis (Hypothalamus, Thalamus, Amygdala).
Unser Geschmacksinn wird durch den Geruchsinn erheblich gesteigert.



Tipps wie wir unsere Lunge fit halten:
1. Atemübungen. Wie oben schon erwähnt sind Qigong, Yoga, Meditation dafür bestens geeignet!
2. Essen: die Lunge mag keine Kälte und Trockenheit, aber sie liebt Wärme und Feuchtigkeit! Wärme-nicht Hitze, heißt zu scharfe Gewürze tun nicht gut! Hände weg vom Chili... Allerdings ist ein Gewürztee (z.B. mit Zimt) am kalten Herbsttagen eine richtige Wohltat!
Wenig kaltes Essen, Rohkost vermeiden, dafür mehr gekochte und gedünstete Nahrungsmittel. Nicht zu trocken Essen - weniger Brot, mehr Suppen, Eintöpfe, Reis (z.B.Congee), Polenta, Quinoa usw. Für die Befeuchtung eignet sich vor allem Birnenkompott/mus.
3.Haut: bei trockener Haut achte auf einen hohen Feuchtigkeitsgehalt in deiner Creme/Lotion. Einen hohen Sonnenschutzfaktor in der Sonnencreme. In den Monaten wo geheizt wird ist ein Luftbefeuchter die Rettung.


Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Überblick geben was die Lunge alles außer Atmen noch für uns tut.



Bezugsquellen: tcmed.at, Die 5 Wandlungsphasen von KD Platsch, Fünf Elemente und zwölf Meridiane von W. Rappenecker




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